Veranstaltung mit Ladislaub Löb


Am Montag, dem 13.09.2010, konnten wir mit Herrn Ladislaus Löb einen beeindruckenden Gast im Hansa-Gymnasium begrüßen.

Schon in der Kindheit erlebte er den Antisemitismus in Rumänien bzw. Ungarn. Kurz nach seinem elften Geburtstag kam er dann in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Fünf Monate später aber übertrat er die Grenze zur Schweiz, verfroren und hungrig, aber lebendig und sicher. Er war nicht alleine, sondern gehörte zu einer Gruppe von 1.670 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus Ungarn, die vor der Ermordung gerettet wurden – durch ein Geschäft, das Reszö Kasztner, selbst ungarischer Jude, mit den Nazis ausgehandelt hatte. Diesen Reszö Kasztner hat Ladislaus Löb – neben seiner eigenen Geschichte – in seinem Buch "Geschäfte mit dem Teufel" näher beleuchtet.

In der Aula des Hansa-Gymnasiums hat der Autor, der Professor für Germanistik in Brighton (GB) ist, sein Buch vorgestellt und unsere Fragen beantwortet. Dazu hatten wir ihn bereits bei einem Vorgespräch im "Haus im Park" anlässlich der "Brundibár"-Aufführung kennenlernen dürfen. Er nahm sowohl zu verschiedenen Abschnitten seiner Lebensgeschichte, zum historischen Hintergrund als auch zu seiner Einschätzung der Person Kasztners Stellung. Es war ein aufschlussreiches und interessantes Gespräch, da Herr Löb in seiner aufgeschlossenen, humorvollen Art durch seine eigenen Erlebnisse die sonst so trockene Geschichte lebendig erscheinen ließ. Die Schüler im Publikum hörten aufmerksam zu und waren von Herrn Löbs Auftritt beeindruckt.

Wir bedanken uns herzlich bei Ulrike Plessow, die den Besuch möglich gemacht hat, bei den Zuhören für ihre Aufmerksamkeit und vor allem bei Hrn. und Fr. Löb, deren Besuch am Hansa-Gymnasium wir als große Bereicherung empfinden.

Die Schülerinnen und Schüler des Geschichtsprofils (S1)