Jugend im Parlament


Politik ist langweilig und nur für Erwachsene. Dass Politik auch für Jugendliche interessant sein kann, konnten 126 junge Menschen – Schüler, Studenten und Azubis – vom 16. – 20. September 2013 in der Hamburger Bürgerschaft erleben.

Jugend im Parlament bietet politisch interessierten jungen Menschen die Möglichkeit, über Themen, die Jugendliche bewegen, nachzudenken und zu diskutieren. So bildeten wir in unserer Woche im Hamburger Rathaus fünf Ausschüsse (Verkehrs-, Stadtentwicklungs-, Innen-, Umwelt- und Bildungsausschuss), um uns mit Themen wie "Wohnungsnot in Hamburg", "Bildungschaos", "Energiepolitik" und anderen zu befassen.

Nach ausführlichen Expertenanhörungen mit Politikern, Professoren oder Unternehmen verfassten die Ausschüsse Forderungen, die dann in einer Resolution zusammengestellt wurden und der Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft, Carola Veit, übergeben wurden. Diese Resolution wird vom Parlament bearbeitet und hoffentlich Einfluss auf die Politik nehmen können, bietet also Jugendlichen in Hamburg die Gelegenheit, aktiv am politischen Geschehen mitzuwirken.

Doch neben der Ausschussarbeit standen noch andere Dinge auf dem Programm:
Natürlich mussten wir zuerst ein Präsidium wählen und uns auf Themen für die Woche einigen. Außerdem konnten wir an einer Rathausführung teilnehmen und in zwei Aktuellen Stunden über den Rückkauf der Hamburger Energienetze sowie über die Legalisierung von Cannabis und das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare debattieren.

Während der Pausen sorgte neben den jeweiligen politischen Überzeugungen auch die Bundestagswahl für viel Gesprächsstoff, während wir uns an den kostenlosen Essen und Getränken gütlich taten.

Jugend im Parlament war eine sehr schöne und lehrreiche Erfahrung für mich, die ich jedem empfehle, der sich für Politik interessiert oder einfach einmal schauen will, wie es im Parlament so zugeht.

Johannes Richter