Neues vom Hansa-Gymnasium

9. Möhre an das Hansa-Gymnasium geholt!

Nach einer coronabedingten Möhren-Pause im Schuljahr 2019/2020 hat das Hansa-Gymnasium am 2.11.2021 seine 9. Möhre virtuell überreicht bekommen.

Ziel des Wettbewerbs Gesunde Schule ist es, Gesundheitsförderung in der Schule nachhaltig zu verankern, damit alle an Schule Beteiligten gesund lernen, leben und arbeiten können. Als Preis wird eine Plakette überreicht, die, als Symbol für Gesundheit, eine Möhre zeigt. Sobald sie uns auf dem Postweg zugestellt worden ist, wird sie im Eingangsbereich des Schulgebäudes angebracht werden.

Wie ist das Hansa-Gymnasium zu seiner 9.Möhre gekommen?

Im Schuljahr 2020/2021 wurden am Hansa-Gymnasium in folgenden Arbeitsbereichen gesundheitsförderliche Aktionen durchgeführt:

1. Entwicklung eines Ernährungskonzeptes für das Hansa-Gymnasium

Eine Projektgruppe, bestehend aus 4 Lehrer:innen, 2 Schülervertreter:innen und 2 Elternvertreter:innen, stellte ein Ernährungsbildungskonzept zusammen, in dem, nach Jahrgängen und Fächern sortiert, Ernährungsbildungsbausteine zusammengetragen wurden.

Für Jahrgang 5 gilt beispielsweise:

Kennenlerntage: Gesundes Frühstück abhalten, gemeinsame Maßstäbe für gesundes Frühstück erarbeiten, Merkblatt für die Eltern ausgeben, entweder vorgefertigt oder von Klassen selbst erstellt 

Ernährungspyramide und gemeinsames Frühstück in einer der beiden Tage, die vor oder nach Kennlern-Klassenreise vor den Herbstferien verbleiben. 

Fach Religion: Ernährung beim Thema Umgang mit der Schöpfung (Tiere und Pflanzen) 

Fach Geographie: Woher kommt mein Essen? Was esse ich?

Zudem wurde durch eine Gruppe, bestehend aus einer Lehrerin, einer Eleternvertreterin und einem Schülervertreter, gemeinsam mit dem Caterer und dem Cafeteria-Verein, ein Verpflegungskonzept entwickelt, das sich an den Qualitätsstandards für gesunde Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert.

Hierin ist beispielsweise für den Cafeteria-Verein festgehalten:

Grundsätzliches:

- Der Cafeteriaverein des Hansa-Gymnasiums e.V., dem ehrenamtlich tätige Eltern oder Großeltern von Schüler*innen des Hansa-Gymnasiums angehören, ist für die Zwischenverpflegung verantwortlich

- Ziel ist es, als eingetragenen Verein ein gesundheitsförderliches Verpflegungsangebots bereitzuhalten, das aber auch Spielraum für die einzelnen Teams lässt 

- Der Verkauf der Pausensnacks erfolgt i.d.R. täglich zwischen 9.15 Uhr und 11.45 Uhr

- Dienstags ist Veggietag, es werden dementsprechend keine fleischhaltige Verpflegung angeboten

- Die erste große Pause wird probeweise zu Frühstückspause, die 2. Große Pause zur Schlemmerpause

 

Die Zwischenverpflegung sollte möglichst …

  • abwechslungsreich zusammengesetzt und ansprechend gestaltet werden

  • die Gesundheit der Schüler/Innen fördern

  • die in der Schule vermittelte Ernährungsbildung umsetzen /unterstützen

  • die Bedürfnisse und Wünsche der Schüler/Innen berücksichtigen

  • in Bio-Qualität angeboten werden

  • Kriterien der Nachhaltigkeit beachten

 

Für den Caterer gilt:

Grundsätzliches:

  • Das Mittagessen wird durch einen Caterer (z.Zt. Bergedorfer Impuls Catering) angeboten und fertig zubereitet geliefert. 

  • Das Personal für die Essensausgabe wird vom Caterer gestellt, ebenso das Bestell- und Abrechnungssystem (z.Zt. „Mensa-Max“).

  • Es gibt zurzeit zwei Menülinien, eine mit Fleisch und Fisch, eine vegetarisch), die von Montag bis Freitag angeboten werden (Verteilung zurzeit ca. 80% Fleisch/ Fisch-Linie, 20% vegetarische Linie).

Im Laufe des kommenden Schuljahrs, spätestens nach den Weihnachtsferien 2021-22, wird eine 3.Menülinie angeboten, die den DGE Qualitätsstandards für die Verpflegung in Schulen vom November 2020 entspricht und nach heutigem Stand entsprechend zertifiziert werden soll. Sie enthält 1 Mal die Woche Fleisch, 1 Mal Fisch und 3 vegetarische Mahlzeiten.

  • Die Mittagsmahlzeit setzt sich in der Regel aus einem warmen Hauptgericht mit Beilagensalat oder Rohkost und einem Nachtisch (wahlweise Dessert oder Stückobst) zusammen.

  • Dienstags ist Veggietag, an dem im Wechsel fleischfreie Pizza oder Nudelgerichte angeboten werden. Bei Wiederaufnahme des Normalbetriebs wird zusätzlich das vegetarische Gericht aus der 2.Menülinie angeboten, um mehr Abwechslung und Gemüse am Veggietag anzubieten.

 

Das Mittagsessen soll möglichst …

  • abwechslungsreich zusammengesetzt und ansprechend gestaltet werden

  • in einem 8 Wochen Rhythmus angeboten werden

  • süße Hauptgerichte wie Pfannkuchen oder Milchreis werden maximal 4 Mal innerhalb von 8 Wochen angeboten

  • täglich mindestens ein vegetarisches Gericht anbieten

  • die Gesundheit der Schüler*innen fördern

  • die in der Schule vermittelte Ernährungsbildung unterstützen

  • die Bedürfnisse und Wünsche der Schüler*innen berücksichtigen

  • in Bio-Qualität angeboten werden

  • Kriterien der Nachhaltigkeit beachten

Zudem wurde der Antrag der Projektgruppe von der Schulkonferenz angenommen, stark zuckerhaltige Getränke aus den Automaten im Schulgebäude zu entfernen und dort neben den Warmgetränke nur noch Wasser und Fruchtschorlen anzubieten. 

2. Reduzierung und Recycling von Einwegverpackungen- No plastic-AG 

Schüler:innen gründeten mit einer Lehrkraft eine No-plastic-AG, die sich für die Reduzierung des Verpackungsmülls in der Schule einsetzte.

Folgende Idee wurden erfolgreich umgesetzt:

1. Recycelbaren Müll sammeln

In 3 Pilotklassen aus insgesamt 3 Pilotjahrgängen wurden Tonnen aufgestellt, die das Sammeln von Gelben Sack-Müll ermöglichen. Die Klassen 5b,c,d, 8a,b,c sowie die Profil IB, Mint und Kunst trifft Politik aus Jahrgang 12 erklärten sind zur Mitwirkung bereit. Die Evaluierung läuft noch.

2. Plastikmüll in der Cafeteria reduzieren

  • Umstellung des Getränkeverkaufs von Einweg-Plastik-Flaschen auf PET- oder Glas-Mehrweg-Flaschen

  • Umstellung des Jogurt-Angebotes, sobald die Hygienemaßnahmen es ermöglichen: Abschaffung des Jogurts mit der Ecke in Einzelverpackung und Ersatz durch in Glasschalen abgefüllten Jogurt aus einer Großverpackung mit Topping zur Selbstbedienung aus 3- 4 Liter- Spendern

3. Plastikflaschen ersetzen und Gemeinschaftsgefühl stärken

Es wurden leichte Alu-Flaschen bestellt, die mit dem Schullogo bedruckt und an alle Interessenten der Schulgemeinschaft verkauft wurden. So wird einerseits Verpackungsmüll reduziert und andererseits die Nutzung des kostenlosen Wasserspenders im Untergeschoss der Schule gefördert.

4. Plastikmüll durch die Getränkeautomaten reduzieren

  • Der Firma, die die Getränkeautomaten bestückt, schafft den Automaten, der bisher Milchprodukte in Tetrapaks oder Getränkedosen anbot, zum Schuljahresende ab.

  • Der verbleibende Getränkeautomat wird abkommendem Schuljahr nur noch PET-Mehrweg-Flaschen bestückt.

5. Plastikmüll durch Schulmaterialen reduzieren

2 Schülerinnen haben einen Flyer entworfen, auf dem sie plastikfreien Schulmaterialien vorstellen und für das plastikfreie Verpacken des Schulbrotes werben. Er wird mit Schuljahresbeginn allen Klassenleitungen und Tutor:innen mit Bitte um Aushang in den Lerngruppen zugestellt.

In jedem Fall wollen wir auch in diesem Schuljahr wieder dabei sein und gesundheitsförderliche Projekte durchführen! 

# 10. Möhre (sie ist golden!)- wir machen mit!